6. Die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Eltern

Es ist für eine gute Entwicklung der Kinder wichtig, dass alle Bezugspersonen des betreuten Kindes miteinander im Austausch stehen. Eine von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägte Erziehungspartnerschaft zwischen Erzieherin und Eltern ist eine unerlässliche Vorraussetzung für sinnvolles pädagogisches Handeln und eine gute Entwicklung des Kindes.

6.1. Das Aufnahmegespräch

Zur ersten Kontaktaufnahme dient das Aufnahmegespräch, an dem die Eltern und eine/r  zukünftige/r Bezugserzieher/In teilnehmen, um in Ruhe die aktuelle Situation des Kindes zu besprechen. Hierbei geht es vorwiegend um das gegenseitige Kennenlernen. Diese erste Phase der Begegnung kennzeichnet den Austausch von Informationen,  über  die Familiensituation und über den pädagogischen Alltag in der Gruppe.

6.2. Die Eingewöhnung

Wir arbeiten angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Ziel des Modells ist es, unter dem Schutz eines Elternteils das Vertrauen in eine neue Umgebung und den Aufbau einer Bindungsbeziehung zur Erzieherin zu ermöglichen.

Kinder sind überfordert, wenn sie diesen Übergang vom Elternhaus in die Kita ohne Unterstützung der Eltern bewältigen müssen. Die wesentliche Grundlage des Eingewöhnungsmodells ist daher die Beteiligung eines Elternteils während dieser Zeit. Die Aufgabe der Eltern ist es dabei, ihrem Kind eine  „sichere Basis“ zu bieten, von der aus es sich mit der neuen Umgebung vertraut macht  und zu der es sich zurückziehen kann, wenn es sich überfordert fühlt. Abgeschlossen ist die Eingewöhnung, wenn die Erzieherin als Basis akzeptiert wird und die Trennung von dem Elternteil möglich ist.

Während der Eingewöhnungszeit erhalten die Eltern dann Einblick in unseren Tagesablauf und unsere Konzeption. Sie lernen – ebenso wie ihr Kind – die Erzieherinnen und die Gruppe kennen, was wiederum auch den Eltern die Möglichkeit bietet, Vertrauen aufzubauen. Der Gruppenalltag wird transparent gemacht, wodurch wir den Eltern die nötige Sicherheit geben, uns ihr Kind anzuvertrauen.

Mit der Eingewöhnungszeit wird das Fundament für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen aufgebaut und gefestigt.

Die Eingewöhnung ist eine wichtige Investition in die weitere Entwicklung und Zukunft ihres Kindes und ihre Anwesenheit ist unbedingt erforderlich!

Interessierten Eltern stellen wir ein Leseexemplar des Buches „Ohne Eltern geht es nicht“ zur Verfügung.

6.3. Das Reflektionsgespräch

Etwa 12 Wochen nach der Eingewöhnung treffen sich Eltern und Bezugserzieher/In zu einem gemeinsamen Gespräch. Darin wird besprochen, wie es den Eltern, dem Kind und dem/ der Bezugserzieher/In während der Eingewöhnungsphase ergangen ist. Der/Die Erzieher/In berichtet über die ersten Wochen des Kindes aus eigener Sicht und Eltern können von möglichen Veränderungen in der Familie berichten. Er/Sie geht auf Entwicklungsprozesse des Kindes während dieser Zeit ein.

6.4. Tür- und Angelgespräche

Während der Bring- und Abholsituation können Tür- und Angelgespräche stattfinden. Hierbei geht es in der Regel um die aktuellen Belange des Kindes.

Diese Gespräche vermitteln Eltern und Fachpersonal Vertrauen und Sicherheit.

6.5. Entwicklungsgespräch

Jährlich führen wir mit den Eltern Entwicklungsgespräche. Gesprächsinhalte sind  der Austausch über  die Entwicklung des Kindes in der Kita und zu Hause.

Weitere Gesprächsinhalte können sein:

  • vollzogene Entwicklungsschritte
  • neue Zielsetzungen
  • pädagogische Fragen der Eltern
  • eventuelle Auffälligkeiten und
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Veränderungen im familiären Umfeld (z.B. Geburt eines Geschwisterkindes).
  • u.v.m.

Jedes Kind ist anders, nur darin sind sich alle gleich!

6.6. Übergangsgespräch

Bevor das Kind von der Kleinkindgruppe  in den Kindergartenbereich wechselt, findet ein Übergangsgespräch statt. An diesem nehmen der /die bisherige und zukünftige Eingewöhnungserzieher/In  sowie die Eltern teil. Hierbei werden oben genannte Punkte und die Gestaltung des  anstehenden Wechsels  besprochen.

6.7. Entwicklungsgespräch – Übergang Vorschule

Zu Beginn des letzten Kindergartenjahres laden die Gruppenerzieher/Innen zu einem Elternsprechtag ein, um Rückmeldungen zur aktuellen Entwicklung in Bezug auf die Schulfähigkeit zu geben.

6.8. Infowand

Im Windfang gibt es eine Magnetwand mit Informationen für alle Eltern unserer Kita. Ebenso  werden dort die aktuellen Kinderkrankheiten veröffentlicht. Gegenüber finden sie die Vorstellung des Elternausschusses und aller  Erzieher / innen des Hauses. Neben  jeder Gruppentür befindet sich eine Infowand für gruppenspezifische Informationen.

6.9. Infozettel

Aus unterschiedlichen aktuellen Anlässen erhalten sie schriftliche Informationen der Gruppe oder des Hauses.

6.10. Elternzeitung

Bis zu dreimal jährlich erhalten alle Eltern eine Elternzeitung mit den wichtigsten Informationen und Terminen für das ganze Haus.

6.11. Zusammenarbeit mit dem Elternausschuss

Die Zusammenarbeit mit dem Elternausschuss orientiert sich an dem Kita-Gesetz des Landes Rheinland Pfalz.

Wir praktizieren zu dem Elternausschuss eine offene, ehrliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit, wobei die Interessen von Kindern und ihren Familien im Vordergrund stehen. In den ca. 6 Sitzungen jährlich wird der Elternausschuss informiert und gehört.

Informationen zum aktuellen Elternausschuss hängen im Windfang der Kindertagesstätte aus.

Der Elternausschuss unterstützt unsere Arbeit durch kreative Ideen, zupackende Hände am Spielefest und den Kleiderbasaren.

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